Konzeption für die Krippe

 

„Kleine Schritte“

Zwei kleine Füße bewegen sich fort,

zwei kleine Ohren hören jedes Wort.

Ein kleines Wesen mit Augen, die sehn,

wollen begreifen, diese Welt verstehn.

Zwei kleine Arme, Zwei Hände dran,

wie ein Wunder, das man sehen kann.

Einleitung

 

Die Konzeption unserer Krippe in der evangelischen Kindertagesstätte

„Zum Guten Hirten“ wurde in Zusammenarbeit mit dem gesamten Team und mit der Krippenberaterin Frau Marianne Schüler.

 

Diese Konzeption dient den Eltern als Orientierung und den Fachkräften zunächst zur Umsetzung der Theorie in die Praxis. Nach ca. einem Jahr Erfahrungen, wird sie von dem Krippenteam überarbeitet, in die endgültige Form gebracht und neu geschrieben.

 

 

Wir stellen uns vor

 

In unserer Kinderkrippe, die in der Trägerschaft des Kindertagesstätten-Verbandes Harzer Land liegt, können 15 Kinder im Alter von 1-3 Jahren aufgenommen werden.

Bei uns ist das Kind sehr gut aufgehoben. Die Krippe ist für die „KLEINSTEN“ ein Ort des Miteinanders, des Lernens und der Kommunikation.

 

Wir bieten in der Krippe viel Platz und Raum für den Bewegungs- und Forscherdrang

der Kinder. Unterschiedlich gestaltete Ecken haben einen hohen Aufforderungscharakter und unterstützen die Kinder in ihrem eigenen Handeln.

 

Zum Schlafen und Ausruhen gibt es einen gemütlichen Ruheraum mit kuscheligen Bettchen.

 

Die Krippe ist von 7.00 Uhr  bis 15.00 Uhr geöffnet. In der Hauptbetreuungszeit sind in der Regel drei pädagogische Fachkräfte für die Kinder da.

 

Die gesetzliche Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Kinderkrippe bilden das niedersächsische Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder sowie der Niedersächsische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich mit seinen Handlungsempfehlungen für Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.

 

Bedeutsame Aspekte der Kleinstkindpädagogik von der Kinderärztin Emmi Pikler begleiten uns in unserer pädagogischen Arbeit.

 

In unserem Kindergarten befindet sich eine Kleingruppe (Halbtags) und eine Regelgruppe (Ganztags). In diesen Gruppen werden insgesamt 35 Kinder im Alter von 2-6 Jahren von insgesamt 5 Fachkräften betreut.

Öffnungszeiten: 07.00 Uhr bis 15.00 Uhr

 

Das Krippenteam

 

Drei pädagogische Fachkräfte und arbeiten mit dem Kindergartenteam zusammen. Ein regelmäßiger Austausch in unseren Dienstbesprechungen ist uns wichtig, um auch die Übergänge der Kinder erfolgreich zu gestalten.

 

Die Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Fachbücher und Zeitschriften stehen ihnen zur Verfügung. Die Leitungen unserer Einrichtung begleitet und unterstützt unsere Arbeit.

 

UNSERE PÄDAGOGISCHE GRUNDHALTUNG UND ALLGEMEINE ZIELE

 

Das Kind steht bei uns im Mittelpunkt

 

Wir achten jedes einzelne Kind in seiner Persönlichkeit. Die Begegnung mit Wertschätzung und Respekt ist uns wichtig und steht bei uns im Vordergrund.

In unserer täglichen pädagogischen Arbeit mit dem Kind

 

  • gehen wir auf seine Grundbedürfnisse ein und erfüllen sie
  • schenken wir ihm Vertrauen  und machen Mut „es“ selbst zu tun
  • fordern wir es heraus und regen es an
  • schaffen  Anreize
  • sind mit im Dialog
  • bringen dem ihm Wertschätzung entgegen
  • setzen wir Grenzen und halten sie ein
  • geben ihm Zeit, Ruhe und „Raum“ für seine Entwicklung
  • begleiten wir es liebevoll und behüten es
  • sind wir ihm eine zuverlässige Bezugsperson
  • beziehen wir das Kind in Entscheidungen mit ein (Partizipation)
  • nehmen wir es in seiner Individualität ernst

 

 

Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

 

Zum Wohle der Kinder  ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit . Wir sehen unsere Krippe als wichtige Unterstützung und Ergänzung für das Elternhaus. Dem Kind zu Liebe wünschen wir uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Verabredete und spontane Gespräche, Offenheit und gegenseitiger Respekt bereichern ein gutes Arbeitsklima.

 

 

ÜBERGÄNGE

 

Eingewöhnung/Bindung

 

Im vereinbarten Rahmen bieten wir Kindern und Eltern eine individuelle Eingewöhnungszeit an, in der eine sichere und emotionale Bindung zu einer festen Bezugsperson aufgebaut wird. (siehe: Wichtige Informationen zur Eingewöhnung in der Krippe unter dem Punkt „Unser Konzept für Eingewöhnung“ am Ende der Konzeption).

Wir wissen, dass die Bindung wichtig für ihr Kind ist. Deshalb ist für uns der Bindungsaufbau die Grundlage für die Eingewöhnung ihres Kindes.

 

Bringen und Abholen

 

Bewusst gestalten wir das Bringen und Abholen durch eine persönliche Begrüßung bzw. Verabschiedung und nehmen uns Zeit für den Austausch mit den Eltern. Eine kurze Verabschiedung seitens der Eltern erleichtert dem Kind den Übergang vom Elternhaus in die Krippe. Individuelle Rituale und Übergangsobjekte werden von uns ernst genommen.

 

Übergang von Krippe in den Kindergarten

 

Ganzjährig haben die Krippenkinder mehr oder auch mal weniger Kontakt zum Kindergarten. Es gibt z.B.  Begegnungen der Kindergartenkinder zu den Krippenkindern auf dem Spielplatz.

 

 

BEOBACHTUNG

 

Beobachten und Dokumentieren

 

Um die Kinder in ihrem Wachsen und Reifen begleiten und fördern zu können, sind einheitliche, regelmäßige und Ressourcen orientierte Beobachtungen in unserer pädagogischen Arbeit unerlässlich und ein wichtiger Bestandteil. Wir gestalten für jedes Kind ein Portfolio. Das Portfolio ist ein persönliches Dokument der Kinder. Es spiegelt ihre Entwicklungsschritte und Interessen wider. Mit Foto´s und persönlichen Werken vom eigenen Tun und Handeln, versehen mit kurzen Kommentaren in Anlehnung an Bildungs- und Lerngeschichten, wird dieses „Erinnerungsbuch“ ergänzt.

Beim Übergang von der Krippe in den Kindergarten wird das Portfolio mitgenommen.

 

 

Inklusion

 

Inklusion bedeutet für uns im Sinne des christlichen Menschenbildes:

Wir nehmen jedes Kind so an, wie es ist, mit seinen Stärken und seinen Schwächen

Wenn wir keine geeigneten Bedingungen für die angemessene Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf haben, verweisen wir auf den gesetzlichen Anspruch jedes Kindes auf Integration.

 

 

Partizipation

 

Die Krippenkinder entscheiden:

 

  • Wann, wo und von wem sie sich Zuwendung und Trost wünschen
  • Wieviel, was und wie lange sie essen
  • Wer sie wickelt
  • Wo, mit wem, was und wie lange sie spielen (auch Schlafraum und Garderobe)
  • Ruhephasen und Rückzug
  • Ob sie Hausschuhe oder Strümpfe im Raum tragen

 

Ein kindgerechter Tagesablauf:

07.00 Uhr – 8.30 Uhr

Bringzeit mit persönlicher Begrüßung, Informationsaustausch

zwischen Eltern und Bezugserzieherin  

Ankommen und spielen der Kinder
9.00 Uhr

Morgenkreis

Ab 9.10 Uhr

Frühstück einschließlich Begrüßung und Tischgebet als

gemeinsamer Start in den Tag (Ritual)
09.30 Uhr-11.30 Uhr

pflegerische Tätigkeiten (wickeln etc.)

Spielzeit und pädagogische Angebote
11.30 Uhr

Mittagessen/ gemeinsames Gebet oder Tischvers

anschließend pflegerische Tätigkeiten
ab 12.00Uhr Mittagsschlaf/Schlafen/Ruhen
12.15 Uhr

Abholen der halbtags Krippenkinder

ab 13.30 Uhr

Aufwachphase

14.15 Uhr

Imbiss

Ab 14.30 Uhr Abholen/Freispiel, Austausch mit den Eltern
15.00 Uhr

ENDE

 

Weil kleine Kinder noch kein Zeitempfinden wie Erwachsene haben, benötigen sie Orientierung und Rituale in denen sie ein Muster erkennen können.

Regelmäßige und großzügig bemessene Zeiten für Mahlzeiten, Ruhe, Bewegung und beziehungsvolle Pflegehandlungen bilden ein Grundgerüst in der „Krippe der kleinen Schritte.“ Durch freie Spielphasen und kleinere Angebote wird der Tagesablauf ergänzt.

 

Spielen ist Lernen

 

Den Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend gestalten wir eine anregende Spiel-und Erfahrungswelt. Impulse von den Kindern greifen wir auf und unterstützen diese mit den von uns zur Verfügung gestellten Materialien. Wir verfolgen ihre Interessen und fördern ihr selbstbestimmtes Tun.

 

Essen und Trinken

 

Essen und Trinken soll Freude bereiten. Es findet bei uns in einer freundlichen und entspannten Atmosphäre statt. Die Kinder sollen ohne Zwang und zunehmend selbstständig essen lernen. Bei gemeinsamen Mahlzeiten erleben sie Freude an der Tischgemeinschaft. Die Kinder lernen in der Krippe eine ausgewogene und gesunde Kost kennen, die mit allen Sinnen genossen werden kann.

An Getränken bieten wir Mineralwasser und Tee.

Zum Frühstück gibt es von uns Obst, Gemüse und belegtes Brot.

 

 

Schlafen und Ruhen

 

Wir beobachten das Schlafverhalten der Kinder und sorgen für eine ruhige Einschlafsituation. Wir respektieren die unterschiedlichsten Ruhebedürfnisse. Die Kinder werden nicht von den Eltern geweckt.

Das Fachpersonal gibt dem Kind Gelegenheit in Ruhe aufzuwachen, indem die Erzieherinnen langsam die Aufwachphase einleiten.

Wenn Kinder nach dem Schlafen abgeholt werden, gehen Eltern auf Rücksicht auf andere Kinder nicht in den Schlafraum.

 

 

Sauberkeitserziehung und Körperpflege

 

Wir begleiten die Kinder in ihrer Sauberkeitsentwicklung und der Pflege ihres Körpers mit Achtung und Wertschätzung. Wir nehmen jedes Kind in seinen eigenen Lernschritten wahr und unterstützen es mit einer anerkennenden und liebevollen Haltung – auch bei Rückschritten. Mit den Eltern stehen wir über den Prozess der Sauberkeitserziehung im Dialog. Wir unterstützen die Kinder dabei, sich vor und nach dem Essen und auch nach dem Toilettengang, die Hände zu waschen.

Das Zähne putzen überlassen wir den Eltern.

 

Bildungsziele in Lernbereichen

 

Im Orientierungsplan werden die unterschiedlichsten Lernwelten und Bildungswege von Kindern in neun Lernbereichen beschrieben. In unserer Einrichtung wollen wir den einzelnen Lernbereichen gerecht werden und sie als praktische Bildungsziele anstreben.

 

0. Wahrnehmung

 

Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr. Uns ist es wichtig, dass alle Sinne angesprochen werden. Beim Essen, Waschen und im Spiel können die Kinder sinnliche Erfahrungen machen. Wir nehmen ihre Bedürfnisse durch eine intensive Beobachtung wahr und sorgen mit geeignetem Material, mit der Raumgestaltung und mit unterschiedlichen Spielangeboten für vielfältige Sinneseindrücke.

 

1. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

 

Im Morgenkreis, bei gemeinsamen Mahlzeiten, bei Ritualen, gemeinsames Tun und die einzelne Begrüßung vermitteln wir Freude und es entsteht ein positives Wir-Gefühl.

Durch ständige Ermutigung stärken wir das Selbstbewusstsein des Kindes.

 

 

„Kinder brauchen Ermutigung wie Pflanzen Sonnenlicht und Wasser

(Rudolf Dreikurs)

 

 

2. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen

 

Ein strukturierter Tagesablauf gibt dem Kind Sicherheit und Orientierung. Nur wenn ein Kind sich sicher fühlt, kann es die Freude am Lernen entwickeln.

Mit Hilfe von gezielten Beobachtungen schaffen wir neue Anreize.

In ungestörten und Alters entsprechenden Angeboten können die Kinder ihre Erfahrungen machen. Wir geben ihnen viel Zeit und Raum zum Ausprobieren und Fehler machen. Somit haben sie auch die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen.

 

„Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war“

(John Locke, Philosoph)

 

3. Körper,- Bewegung und Gesundheit

 

Täglich stellen wir Raum und Platz  für die Bewegung der Kinder zur Verfügung. Wir schaffen Bewegungsbaustellen und wir bieten ständig rhytmische Übungen und auch Tänze an.

 

4. Kommunikation, Sprache und Sprechen

 

Wir zeigen stets Interesse am Kind. In der Ansprache haben wir Blickkontakt und geben dem Kind Zeit und Raum beim Sprechen. Wir achten auf unsere Vorbildfunktion und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Kleine Reime, Verse und auch Lieder wecken zusätzlich die Freude am Sprechen.

 

 

 

5. Lebenspraktische Kompetenzen

 

Wir lassen Stück für Stück Aufgaben von den Kindern selbst übernehmen und verteilen nach und nach immer mehr neue Aufgaben.

Lob und Anerkennung stärkt das eigene, selbständige Tun. Wir sehen und achten auf die Kinder, geben ihnen Rückmeldung und Ermutigung.

 

6. Mathematisches Grundverständnis

 

In unserem Alltag begleiten wir die Kinder automatisch – überall ist Mathematik.

Beispielsweise im täglichen Alltagshandeln wie Tisch decken,Treppen steigen,

Aufräumen etc.

 

7. Ästhetische Bildung

 

Wir schaffen tägliche neue Anreize und geben den Kindern Raum für Tanz, Rollenspiele, Musik, Gesang, kindgerechte Stifte und vieles mehr.

 

8. Natur und Lebenswelt

 

Wir gehen bei jedem Wetter mit den Kindern ins Freie, dadurch machen sie die unterschiedlichsten Erfahrungen mit der Natur und sie erleben den Naturkreislauf im Jahresablauf. Unser vielseitiges Außengelände ermöglicht den Kindern Erfahrungen in allen Lernbereichen zu sammeln.

 

 

9. Religionspädagogik

 

Gott in der Krippe

Die Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit orientieren sich an den christlichen Werten und wir sehen unsere Krippe als Teil des Gemeinwesens. Mit wiederkehrenden Ritualen,

Liedern mit christlichen Inhalt, Tischgebeten und religiösen Festen soll das Kind spüren, dass es unverwechselbar von Gott geliebt wird und einzigartig ist.

 

Ein guter Start von Anfang an

 

Konzeption der Eingewöhnungsphase in der Krippe

 

„Kleine Schritte“

 

der evangelischen Kindertagesstätte „Zum Guten Hirten“

Wir gewöhnen Ihr Kind nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ ein. Dieses ist angelehnt an “Infas – Ein Modell für die Gestaltung der Eingewöhnungszeit von Kindern

in Krippen“.

 

Das Berliner Eingewöhnungsmodell berücksichtigt die neue Situation (Trennung von den Eltern), den Entwicklungsstand der Kinder und erleichtert ihnen dadurch die Eingewöhnung.

Wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass ein Elternteil oder eine feste Bezugsperson die Eingewöhnung solange begleitet, bis sich eine Bindung zwischen der festen Bezugserzieherin und dem Kind entwickelt hat.

Bitte planen Sie genügend Zeit für die Eingewöhnung ein!

 

„Ich bin neu hier – und fühle mich wohl“

 

Eine sanfte und beziehungsvolle Eingewöhnung ermöglicht es den Kindern, sich bei uns wohl und sicher zu fühlen. Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Krippe ist für kleine Kinder eine besondere Herausforderung.

Das Kind muss sich an eine neue Umgebung anpassen, zu fremden Personen Beziehungen aufbauen, sich an einen neuen Tagesablauf und an eine mehrstündige Trennung von den Eltern gewöhnen.

All diese Veränderungen können beim Kind Stress erzeugen. Die Eingewöhnung ist der Rahmen, in dem sich Bezugserzieherin, Kind und Eltern kennenlernen, eine tragfähige und verlässliche Beziehung wird aufgebaut und das Kind wir langsam an die neue Umgebung und die Gruppenabläufe herangeführt.

Fühlt sich ein Kind sicher und wohl, so macht es sich auf, die Umwelt und andere Menschen zu erkunden, ist neugierig und trennt sich von seine Bindungspersonen.

 

 

Unser Aufnahmekonzept zur Eingewöhnung

 

Vor Beginn der Eingewöhnung findet ein erstes Gespräch mit der Bezugserzieherin und einem Elternteil, welches die Eingewöhnung begleitet, in unserer Einrichtung statt.

In diesem Gespräch erhalten die Erzieherinnen wichtige Informationen über Gewohnheiten und Besonderheiten des Kindes. Eltern erhalten Informationen über Inhalte unserer Arbeit in der Krippe. Gemeinsam wird die Eingewöhnung besprochen

 

 

Die Eingewöhnungsphase

 

Tag 1 bis 3

Die Eingewöhnung in den ersten drei Tagen findet nicht im täglichen Ablauf des Krippenbetriebes statt. Die Bezugserzieherin, ein Elternteil und das Kind verbringen

ca. 1 Stunde allein im Krippenraum. Die  Erzieherin nimmt vorsichtig Kontakt zu Ihrem Kind auf und beobachtet das Verhalten des Kindes.

Dabei sind Sie passiv, aber jederzeit für Ihr Kind ansprechbar und der sichere Hafen. In den ersten drei Tagen findet kein Trennungsversuch statt.

 

 

 

 

Tag 4 (am Vormittag in der Krippe)

Erster Trennungsversuch  (wenn der 4. Tag ein Montag ist, erst am 5. Tag)

Kommen Sie mit Ihrem Kind in die Krippe. Nach kurzer Zeit verabschieden Sie sich und verlassen den Gruppenraum, bleiben aber in der Nähe.

Reaktion des Kindes:

  • Es ist gleichmütig und weiter an seiner Umgebung interessiert

Es weint anfangs, lässt sich aber rasch und dauerhaft von der Erzieherin trösten

Trennungsdauer max. 30 Minuten

Diese Reaktion spricht für eine kürzere Eingewöhnung von ca. 6 Tagen.

 

Oder:

  • Das Kind ist verstört und verunsichert
  • Häufige suchende Blicke nach seiner Bezugsperson
  • Das Kind lässt sich von der Erzieherin nicht trösten

 

Sie werden sofort in den Gruppenraum zurückgeholt.

Diese Reaktion spricht für eine längere Eingewöhnung von ca. 2 – 3 Wochen.

 

Tag 5

Je nachdem wie der Trennungsversuch am Vortag verlaufen ist, wird die Trennungszeit weiter ausgedehnt (kürzere Eingewöhnung) oder Sie verbringen die Zeit mit Ihrem Kind ohne weitere Trennung gemeinsam in der Krippe (längere Eingewöhnung)

 

 

Tag 6

Die Trennungszeit wird verlängert und die Erzieherin übernimmt allmählich die Versorgung und die Pflege des Kindes (kürzere Eingewöhnung). Bei der längeren Eingewöhnung verbringen Sie die Zeit wieder gemeinsam mit Ihrem Kind.

 

 

Tag 7

Die Versorgung und Pflege wird nun verstärkt von der Erzieherin übernommen. Bei der längeren Eingewöhnung kann heute ein erneuter Trennungsversuch unternommen werden.

 

 

Wichtig:

Nach der Eingewöhnungsphase sollten Sie jederzeit telefonisch erreichbar sein.

Zur leichteren Eingewöhnung geben Sie Ihrem Kind ein Lieblingskuscheltier,

Schmusetuch etc. mit in die Krippe. Das gibt dem Kind Sicherheit. Wenn möglich sollte ihr Kind in den ersten Wochen die Krippe nur halbtags besuchen. Ein Abschiedsritual gibt Ihrem Kind Orientierung und Struktur.

Dreilinden hat eine Kinderkrippe

Die Freude ist groß, nun ist die Krippe fristgemäß fertig gestellt worden.
Nachdem die Planung, Finanzierung und Genehmigung eines An-und Umbaus für eine Kinderkrippe im Kindergarten Zum Guten Hirten vorlag, konnte am 2. Juni 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Für die Kinder vom Guten Hirten und das Personal war es eine spannende Zeit den Bautätigkeiten zu zusehen. Viele glaubten nicht, dass alle anliegenden Arbeiten in der kurzen Zeit bewältigt werden. Nun sind wir alle sehr glücklich; die Erschwernisse der Bauzeit sind vergessen und über das Ergebnis begeistert. Ab dem 1. September 2014 können Kleinkinder in der Altersgruppe 1-3 Jahren in den schönen, neuen Räumen eingewöhnt und in der Zeit von 7.00-15.00 Uhr betreut werden.
Bisher war die Betreuung für Kinder ab 2 Jahren in einer altersgemischten Gruppe in unserer Kita möglich. Unsere langjährigen Erzieherinnen Frau Hampel und Frau Scholz konnten bereits Erfahrungen im Umgang mit Kindern unter 3 Jahren in unserer „Nestgruppe“ sammeln und Ihre erworbenen Fortbildungskenntnisse können sie nun in einer „Echten Krippe“ umsetzen. Sie freuen sich schon sehr auf Ihre zukünftige Arbeit mit den Kleinsten in den neuen Räumlichkeiten. Bald wird ihre Arbeit durch eine neu eingestellte Erzieherin unterstützt.
Durch die gesetzliche Vorgabe zur Bereitstellung von Krippenplätzen wurde unser Ausbau durch Bundes-und Landesmittel gefördert und durch bewilligte Gelder der Kommune realisierbar. Um eine effektive, pädagogisch sinnvolle Raumgestaltung durch den Anbau umzusetzen und alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, waren weitere Mittel erforderlich. So bewilligte das Diakonische Werk Niedersachsen einen weiteren Zuschuss. Die empfohlene, qualitativ hochwertige Raumgestaltung der Bildungsräume durch das Kindergartenkontor Kinkon wurde durch private Sponsoren möglich.
Durch die neue Kinderkrippe haben sich einige Veränderungen in der Konzeption des evangelischen Kindergartens „Zum Guten Hirten“ ergeben, die in der nächsten Zeit in die Homepage eingearbeitet werden.
Nachfolgend Fotos aus den erst kürzlich fertig gestellten, neuen Räumlichkeiten der Krippe.